Das BAG treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran

4. Dezember 2023 | Allgemein

Das Bundesamt für Gesundheit BAG treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran! Ist das ein Hoffnungsschimmer am Horizont? Eine Zusammenfassung des Programms „DigiSanté“.

Mit dem Programm „DigiSanté“ sollen in den nächsten 10 Jahren (2025-2034) bedeutende Fortschritte in Sachen Digitalisierung des Gesundheitswesen erreicht werden.

Die Ziele von DigiSanté sind wie folgt definiert:

  • Effizienz des Gesundheitssystems steigern
  • Behandlungsqualität verbessern
  • Patientensicherheit erhöhen

DigiSanté umfasst 50 Projekte in vier Schlüsselbereichen:

  • Voraussetzungen schaffen: Gemeinsame Standards für Interoperabilität werden entwickelt, um den nahtlosen Datenfluss zwischen Gesundheitseinrichtungen sicherzustellen. Budget: 27 Mio.
  • Nationale Infrastruktur: Eine sichere Basis für die digitale Gesundheitslandschaft wird geschaffen. Budget: 76 Mio.
  • Behördenleistungen digitalisieren: Die Digitalisierung von Behördenleistungen verbessert den Datenaustausch und standardisiert Prozesse, wie im Meldesystem für übertragbare Krankheiten. Budget: 221 Mio.
  • Sekundärnutzung für Planung, Steuerung und Forschung: DigiSanté ermöglicht eine effizientere Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke, z.B. im Krebsmonitoring. Budget: 39 Mio.

Der Bund investiert somit 392 Millionen Franken in das Programm. Dies schafft eine nationale Basis, während die einzelnen Akteure im Gesundheitswesen ihre Dienstleistungen weiterentwickeln können. Heisst für uns: Wir bleiben dran und verfolgen DigiSanté gespannt.

Erklärvideo von DigiSanté

Weitere Beiträge

Podcast «Orange Is The New Safe»

Podcast «Orange Is The New Safe»

«Orange Is The New Safe» von der Stiftung Patientensicherheit Schweiz beleuchtet in jeder Folge in kurzen Gesprächen mit Fachpersonen aus der Praxis bewährte und innovative Ansätze zur Stärkung der Patientensicherheit aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen.

KI-gestützte Therapieunterstützung für Multiple Sklerose auf Basis von Real-World-Daten

KI-gestützte Therapieunterstützung für Multiple Sklerose auf Basis von Real-World-Daten

Wie gelingt der Übergang von einem wissenschaftlich entwickelten KI-Modell zu einem zertifizierten Medizinprodukt im klinischen Alltag? PHREND® zeigt, wie Real-World-Daten aus einem grossen MS-Register genutzt werden können, um personalisierte Therapieentscheidungen evidenzbasiert zu unterstützen – inklusive regulatorischer Validierung und erfolgreicher Integration in die Praxis.

Einführung von KI-Diagnostik in die klinische Praxis für eine Augenklinik

Einführung von KI-Diagnostik in die klinische Praxis für eine Augenklinik

Wie kann künstliche Intelligenz klinische Prozesse konkret entlasten? Der folgende Health Use Case aus dem Kanton Zürich zeigt am Beispiel der Digitalen Augenklinik, wie KI-gestützte Diagnostik in der Praxis implementiert werden kann – von der regulatorischen Prüfung bis zur Entwicklung eigener Modelle. Das Projekt liefert nicht nur Effizienzgewinne im Screening, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für die Integration von KI in klinische Abläufe.