Effizientere Terminadministration durch intelligente E-Mail-Verarbeitung

Künstliche Intelligenz bietet auch in der Praxisadministration konkreten Mehrwert. Ein neuer Use Case zeigt, wie eingehende E-Mails automatisch erkannt, interpretiert und direkt in bestehende Terminprozesse integriert werden. So lassen sich administrative Aufwände reduzieren und Reaktionszeiten deutlich verkürzen.

Ausgangslage

Im Bereich der Praxisadministration hat KI bislang nur begrenzt Einzug gehalten. Zwar sind moderne KI-Modelle sehr leistungsfähig im Umgang mit Sprache, doch das Potenzial zur konkreten Vereinfachung oder Beschleunigung von Arbeitsabläufen wurde bisher nur punktuell genutzt.

Ein wesentlicher Teil administrativer Tätigkeiten entfällt auf die Terminplanung. Schätzungsweise über 50 Prozent der aufgewendeten Zeit wird für die Vereinbarung, Verschiebung oder Absage von Terminen genutzt, häufig via Telefon oder E-Mail.

Die Herausforderung

E-Mails im Zusammenhang mit Terminen müssen heute in der Regel vollständig manuell gelesen, verstanden und bearbeitet werden. Das bedeutet:

  • Identifikation des Anliegens
  • Zuordnung zum richtigen Patienten oder zur richtigen Patientin
  • Auffinden des entsprechenden Termins
  • Durchführung der gewünschten Anpassung
  • Formulierung einer Antwort
  • Dieser Prozess ist zeitintensiv und fehleranfällig, insbesondere bei hohem Anfragevolumen.

Während digitale Lösungen wie Online-Terminbuchungen bereits Entlastung bringen, bleibt die Bearbeitung von E-Mail-Anfragen in vielen Praxen weiterhin ein manueller Prozess.

Die Lösung

Hier setzt die Lösung von Compis an: Eine KI analysiert eingehende E-Mails automatisiert und erkennt gezielt, ob es sich um eine Terminanfrage im weitesten Sinne handelt, beispielsweise eine Absage oder eine Verschiebung. Wird eine solche Anfrage identifiziert, übernimmt die KI folgende Schritte:

  • Zuordnung der E-Mail zu der entsprechenden Person
  • Identifikation des betroffenen Termins
  • Vorbereitung konkreter Handlungsschritte

Dem Praxispersonal werden daraufhin direkt im E-Mail-Kontext passende Optionen vorgeschlagen. Termine können unmittelbar abgesagt, verschoben oder neu gebucht werden. Zusätzlich generiert die KI einen Antwortvorschlag und kann passende Alternativtermine anbieten.

Das Resultat

Der Einsatz von KI geht in diesem Beispiel über reine Texterstellung hinaus und integriert sich direkt in bestehende Prozesse.
Das Ergebnis:

  • Spürbare Zeitersparnis in der Administration
  • Reduktion manueller Arbeitsschritte
  • Schnellere Rückmeldungen an Patient:innen
  • Effizientere Abläufe im Praxisalltag

Dieser Use Case zeigt exemplarisch, wie KI konkret zur Entlastung im Gesundheitswesen beitragen kann, insbesondere dort, wo heute noch viele manuelle Prozesse bestehen.

Kontakt

Möchtest du eine Live-Demo des KI-Tools? Kontaktiere unser Mitglied Compis GmbH.

Weitere Beiträge

Kooperation trotz Vielfalt: Erste Erkenntnisse aus dem DISK-Projekt

Kooperation trotz Vielfalt: Erste Erkenntnisse aus dem DISK-Projekt

Im Vorprojekt «Digitalisierung im Spital durch Kooperation» (DISK) haben mehrere Spitäler gemeinsam mit einem Versicherer untersucht, wie sich Rückweisungen im ambulanten Bereich reduzieren lassen. Die ersten Erkenntnisse zeigen: Das Problem ist überall ähnlich sichtbar, die Ursachen jedoch unterschiedlich. Genau hier liegt das Potenzial für gemeinsame Lösungsansätze.

Podcast «Orange Is The New Safe»

Podcast «Orange Is The New Safe»

«Orange Is The New Safe» von der Stiftung Patientensicherheit Schweiz beleuchtet in jeder Folge in kurzen Gesprächen mit Fachpersonen aus der Praxis bewährte und innovative Ansätze zur Stärkung der Patientensicherheit aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen.