Die Herausforderung
Die diabetische Retinopathie (DR) ist eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Blindheit. Gleichzeitig treffen steigende Fallzahlen auf Personalmangel und wachsende Kosten im Gesundheitswesen. Routinemässige Screeningprozesse binden erhebliche klinische Ressourcen.
Die Lösung
Im Projekt Digitale Augenklinik wurde der Einsatz von KI zur Automatisierung von Screeningprozessen in der Augenheilkunde untersucht. Im Rahmen der Innovation-Sandbox für KI des Kantons Zürich analysierte das Stadtspital Zürich gemeinsam mit dem Spross Research Institute medizinische, technologische, regulatorische und ethische Anforderungen. Da bestehende kommerzielle Lösungen die klinischen Anforderungen nicht erfüllten, wurden eigene KI-Modelle auf Basis von Open-Source-Frameworks entwickelt und validiert.
Das Resultat
Die KI-gestützte Diagnostik zeigte das Potenzial, die Arbeitsbelastung medizinischer Fachpersonen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig Effizienz sowie Versorgungsqualität zu sichern. Zudem entstanden konkrete Best Practices für die Auswahl, Entwicklung und Integration von KI-Systemen in klinische Abläufe.
Und die Learnings
Eine erfolgreiche KI-Integration erfordert strukturierte Auswahl- und Implementierungsprozesse, offene und interoperable Architekturen, eine frühe Einbindung der Klinik sowie eine sorgfältige Abwägung zwischen Open-Source-Lösungen und externen Anbietern. Die gewonnenen Erkenntnisse sind über die Augenheilkunde hinaus auf weitere klinische Anwendungsbereiche übertragbar.
Kontakt
Für Fragen zum Health Use Case für medizinische Dokumentation mit KI für die digitale Augenklinik, kontaktiere unser Mitglied, das Amt für Wirtschaft Kanton Zürich.




