Kooperation trotz Vielfalt: Erste Erkenntnisse aus dem DISK-Projekt

Im Vorprojekt «Digitalisierung im Spital durch Kooperation» (DISK) haben mehrere Spitäler gemeinsam mit einem Versicherer untersucht, wie sich Rückweisungen im ambulanten Bereich reduzieren lassen. Die ersten Erkenntnisse zeigen: Das Problem ist überall ähnlich sichtbar, die Ursachen jedoch unterschiedlich. Genau hier liegt das Potenzial für gemeinsame Lösungsansätze.

Rückweisungen von ambulanten Rechnungen verursachen auf allen Seiten einen erheblichen administrativen Aufwand und führen zu Verzögerungen sowie zusätzlichen Kosten. Im Rahmen des DISK-Vorprojekts wurden die Ursachen dieser Rückweisungen spitalübergreifend analysiert, um Ansatzpunkte für Verbesserungen zu ermitteln.

Erkenntnisse

Die Auswertung zeigt: Fehlende oder unvollständige Dokumentation ist einer der zentralen Treiber für Rückweisungen. Gleichzeitig unterscheiden sich die zugrunde liegenden Ursachen stark zwischen den einzelnen Institutionen, was auf unterschiedliche Systeme, Prozesse und organisatorische Strukturen zurückzuführen ist.

Eine zentrale Erkenntnis des Projekts ist besonders spannend: Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg funktioniert, sofern Transparenz, gemeinsame Daten und eine klare Struktur gewährleistet werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine Standardisierung zwar möglich ist, jedoch gezielte technische und organisatorische Abstimmungen erfordert.

Resultat

Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden erste Regelansätze und Prinzipien entwickelt. Diese helfen zukünftig dabei, Rückweisungen zu reduzieren, Prozesse zu vereinfachen und die Datenqualität zu verbessern.

Der vollständige Bericht mit allen Erkenntnissen, Analysen und konkreten Ansätzen kann via Mail angefordert werden.

Das Projekt DISK wurde unterstützt durch das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich im Rahmen des «Innovationsstandorts Zürich 2030». Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat das Amt für Wirtschaft beauftragt, verschiedene Massnahmen und Initiativen für einen attraktiven Innovationsstandort Zürich 2030 zu erarbeiten und zu testen. Im Bereich Health geht es konkret darum, Wege zu finden, wie einerseits Innovationen Spitälern helfen können, ihre Digitalisierung effizient voranzutreiben, und wie andererseits Innovationen von Startups und KMU schneller und wirksamer ins Gesundheitswesen Eingang finden.

Involvierte Parteien

Das Vorprojekt wurde in Zusammenarbeit mit den involvierten Spitälern und dem Versicherer, dem Amt für Wirtschaft, Kanton Zürich, der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich und Sustainable Health durchgeführt.

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